Ein Redaktionsplan ist die verbindliche Übersicht darüber, welche Inhalte in einem festgelegten Zeitraum entstehen, wer sie verantwortet und wann sie erscheinen. Ein Redaktionsplan ordnet damit Themen zugleich einer Zeitachse und einer Person zu.
Beides gehört zusammen. Eine Liste von Terminen ohne Verantwortliche ist ein Kalender, eine Liste von Zuständigkeiten ohne Termine eine Aufgabenverteilung. Erst die Verbindung macht den Plan verbindlich.
Wozu dient ein Redaktionsplan?
- Verbindlichkeit. Ein Redaktionsplan macht aus Absichten Zusagen mit Datum und Namen.
- Auslastung. Er zeigt, ob die geplante Menge in der verfügbaren Zeit überhaupt herstellbar ist — der häufigste Grund, aus dem Pläne reißen.
- Vorlauf. Inhalte mit langer Produktionszeit brauchen einen früheren Start als solche, die am selben Tag entstehen. Ohne Plan fällt das erst auf, wenn es zu spät ist.
Was gehört in einen Redaktionsplan?
Wie unterscheidet sich ein Redaktionsplan von einem Themenradar?
Beobachtet, was draußen passiert.
Liefert Befunde: Welche Themen bewegen sich, in welche Richtung?
Blickrichtung nach außen.
Legt fest, was wir tun.
Liefert Zusagen: Wer veröffentlicht wann was?
Blickrichtung nach innen.
Ein Redaktionsplan ohne Themenradar plant ins Blaue. Ein Themenradar ohne Redaktionsplan erzeugt Erkenntnisse, aus denen nichts folgt.
Wie unterscheidet sich ein Redaktionsplan von einem Redaktionskalender?
Ein Redaktionskalender ist eine Ansicht, ein Redaktionsplan ein Gegenstand. Dieselben Einträge lassen sich als Kalender, als Liste oder nach Themen gruppiert darstellen — der Plan bleibt derselbe.
Der Unterschied ist deshalb praktisch relevant, weil ein Werkzeug, das nur die Kalenderansicht kennt, die Frage nach der Auslastung einer Person nicht beantworten kann. Genau diese Frage entscheidet aber darüber, ob ein Plan hält.
Woran erkennt man einen brauchbaren Redaktionsplan?
Wie setzt DAI-CIS einen Redaktionsplan um?
In DAI-CIS ist ein Redaktionsplan ein eigenes Objekt mit Name, Zeitraum, Veröffentlichungsrhythmus und einer verantwortlichen Person. Er wird nicht neben den Inhalten geführt, sondern verweist direkt auf die Themen und Stories, aus denen die Beiträge entstehen.
Der Plan kennt die Kapazität seines Teams: Mitglieder sind ihm zugeordnet, Abwesenheiten und Feiertage sind hinterlegt. Damit lässt sich die Frage beantworten, ob die geplante Menge in der verbleibenden Zeit herstellbar ist — und nicht erst, ob sie im Kalender Platz findet.
Gespeicherte Filter halten wiederkehrende Sichten fest, und gelöschte Pläne werden nur als gelöscht markiert, bleiben also wiederherstellbar.